Neu aufgewärmt: Facebook und Christen

Darüber schreibe ich nicht das erste Mal – leider. Der eine Grund ist, dass ich mir bei meinen ‘Fehlleistungen’ selbst an die Nase greifen muss. Der andere Grund – und deswegen mache ich das hier – sind meine Mit-Christen.

Es gibt Menschen, die werden wegen ihrer Meinung oder wegen ihres Einsatzes für ein gesellschaftliches Problem verfolgt. Auf Facebook bekommt man das besonders als bibeltreuer Christ zu spüren. Da bewegen sich etliche Trolle in den entsprechenden Gruppen, um Christen zu beleidigen, zu provozieren …

Menschen, wie z. B. Sabatina James, müssen sich vor Verfolgungen verstecken. Sie genießen Polizeischutz (wobei ‘genießen’ sehr euphemistisch ist!) und leben irgendwo in Deutschland (oder woanders auf dieser Welt) unter einer anderen Identität. Von solchen Menschen schreibe ich hier nicht.

Es geht um Christen wie du und ich, die einen normalen Alltag haben, ein normales Leben führen, regelmäßig in eine Gemeinde gehen, vielleicht sogar einen Hauskreis besuchen, einen Dienst in der Gemeinde übernommen haben.

Bis zu einem bundesdeutschen Gerichtsurteil galt auf Facebook die Bedingung, dass man seinen echten Namen angeben musste. Aufgrund der Datenschutzbestimmungen ist das nicht mehr so. Früher überprüfte Facebook sogar Ausweispapiere! Jeder kann sich jetzt hinter einem mehr oder weniger fantasievollen Namen verstecken.

Wie sollten nun Christen damit umgehen?

In Lev 19:11 heißt es: “Ihr sollt nicht stehlen; und ihr sollt nicht lügen und nicht betrügerisch handeln einer gegen den anderen.” Die gleichen Aussagen finden wir auch im Neuen Testament wieder, wie z. B. Eph 4:25 :“Deshalb legt die Lüge ab und redet Wahrheit, ein jeder mit seinem Nächsten!” Mit ‘Lüge’ ist hier alles Falsche und Unwahre gemeint. Das Neue Testament untersagt dem Christen das Lügen, sowohl die Notlüge als auch die sogenannten Halbwahrheiten (woraus besteht bei diesen die andere Hälfte?).

Wenn du – jetzt spreche ich dich persönlich an – ein Christ bist, der nicht in einer Verfolgungssituation steckst und nicht um dein Leben fürchten musst, dann solltest du auch mit deiner echten Identität auf Facebook auftreten. Falscher Name, Wohnort, Beruf, Ausbildung … stellen Lügen dar! Wenn du damit ein Problem hast – halte dich einfach von Facebook fern. Es gibt ein Leben außerhalb der sozialen Netzwerke.

Für mich heißt das, dass ich jeden, der sich Christ nennt und eine falsche Identität angibt, blockieren werde. Inzwischen stehen auf meiner Liste eine ganze Reihe von Namen. Bedauerlicherweise wurde es ganz besonders in diesem Jahr auffällig viele.

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