Berichterstattung über ein Urteil in Gießen und seine Implikationen

„Die Ärztin Kristina Hänel muss Strafe zahlen, weil sie für Schwangerschaftsabbrüche geworben haben soll. Basis für das Urteil ist ein Paragraf aus dem Jahr 1933. Dass es im Jahr 2017 zu so einer Entscheidung kommen konnte, ist ein Skandal.“

So schrieb der Spiegel, andere Online- und Printmedien ebenfalls. (www.spiegel.de/…/abtreibung-urteil-gegen-eine-aerztin-komme…).

Wie auch immer man zu Abtreibung und der Eigenwerbung der Ärztin steht, was soll mit der Information ausgesagt werden, dass die Basis des Paragrafen im Jahr 1933 liegt? Ist die Grundlage so alt, dass sie und der Paragraf nicht mehr gelten kann? Muss der Paragraf abgeschafft werden, weil er ursprünglich von den Nazis stammt?

Welche Folgen hat es, wenn wir eine dieser Fragen mit Ja beantworten?
1. Gesetzesgrundlagen, die älter als 80 Jahre sind, müssen abgeschafft werden.
2. Gesetzesgrundlagen, die aus dem dritten Reich stammen, müssen abgeschafft werden.

Prima –  in 5 Jahren werden wir dann also in Deutschland die Schulpflicht abschaffen, denn ihre Grundlage liegt im deutschen Reichsschulgesetz von 1938 und stammt damit von den Nazis. Mal schauen, ob dann auch so argumentiert wird.

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