Martin Chemnitz über Gesetz und Evangelium

Das Handbuch wurde 1579 veröffentlicht zur “Unterrichtung der Pastoren”:

Die Leute müssen gewarnt werden vor solch leichtfertigen Gedanken, dass sie wähnen, dass Gott sich zwar im Gesetz zornig gegen die Sünde stelle, aber im Evangelium sich eines anderen bedacht habe. sie [sic!] sollen nicht meinen, Gott habe sich nun eines anderen bedacht, habe sein Gemüt, seine Meinung und seinen Willen geändert, dass es nun hieße, was das Gestz über die Sünde urteilt, gelte nicht mehr, im Evangelium sei Gott nicht mehr der Feind der Sünde, habe sie lieb, habe Lust und Gefallen daran und wolle den gottlosen aufgrund ihrer Sünde das ewige Leben geben […] Wo der Gerechtigkeit Gottes, wie sie das Gesetz erfordert, nicht genug Folge geleistet wird und das Gesetz erfüllt wird, kann und will Gott keinem Sünder gnädig sein.

 

Martin Chemnitz: “Handbuch der vornehmsten Hauptteile der christlichen Lehre.” Neuendettelsau: Freimund-Verlag 2018. Seite 76.

Veröffentlicht unter Theo-logisch | Verschlagwortet mit , , | Hinterlasse einen Kommentar