Lehrbuch für den Kinderunterricht in den FeG

Die „Heilslehre. Lehrbuch für den Kinderunterricht in den Freien evang. Gemeinden“ (von 1938, also eine ‚problematische‘ Zeit) beschreibt im Vorwort, dass sie keine Bibelkunde ist, man aber diese dem Lehrbuch vorschieben könnte. Interessant sind nun die Inhalte dieses Lehrbuchs: Im ersten Jahr geht es um die Gotteslehre im engeren Sinne (Gottesoffenbarung, Schöpfung, Zweinaturenlehre Jesu, Amt des Christus, Heiliger Geist als Person, sein Wirken …), im zweiten Jahr steht dann der Mensch im Mittelpunkt. Hier finden sich Themen wie der Fall des Menschen, sein unfreier Wille, Buße, Glaube, Heiligung, Gemeinschaft, Wort Gottes, Gebet, Vollendung …
Jedes Thema beginnt mit einer Frage, zu der die biblischen Stellen zu bearbeiten sind (manchmal auch zwei Fragen). Dazu werden die Ergebnisse in kleinen Absätzen formuliert. Ergänzt wird das Ganze durch den Lernstoff, der aus mehreren Bibelstellen und einem Lied oder einer Liedstrophe aus dem Gemeindepsalter besteht.

Erstaunlich, dass man vor 80 Jahren den Kindern noch Theologie zumuten konnte.

Dieses Lehrbuch erinnert mich im Grundgedanken an das Werk „Gott erkennen“ von James I. Packer, der die Theologie i. e. S. in den Mittelpunkt stellte (dieses Buch gibt es hier http://www.heroldverlag.de/de_v/…/customer_search_show.phtml, vielen Dank an den Herold Verlag).

 

Heilslehre. Lehrbuch für den Kinderunterricht in den Freien evang. Gemeinden. Witten: 1938.

 

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