Was stärkt junge Christen? Zur empirica Studie 2018

Heute bekam ich das neue ideaSpektrum 41.2018. Hier werden die Ergebnisse der Studie „Generation Lobpreis“ von Tobias Faix und Tobias Künkler (so auch das gleichnamige Buch). In der Grafik werden kurz einige Ergebnisse dargestellt:

entn. ideaSpektrum 41.2018, Seite 17

Das Ergebnis ist aus meiner Sicht erschreckend! Dadurch wird tatsächlich ein Generationenwechsel im christlichen Verständnis deutlich.

In den gut 2000 Jahren bisher rangen die Christen um das rechte Verständnis des Evangeliums. Zentral war die Frage nach der richtigen Lehre. Darin unterschieden sich die Gemeinden und die Christen. Darüber wurde auch diskutiert.

Aber jetzt …

Zentral scheint nur noch zu sein: wie fühlst du dich damit, war die Musik gut, bist du gut unterhalten worden …

Das Lesen der Bibel, für das die Reformatoren kämpften, tritt immer weiter in den Hintergrund. Früher stand die Bibel auf dem Index der verbotenen Bücher (für Laien). Luther u. a. übersetzten sie ins Deutsche, damit sie jeder lesen kann. Durch das Wort Gottes erfahren wir in erster Linie Gott und sein Heil. Man lese nur einmal den Psalm 119.

Aber die Studie bestätigt meine Beobachtungen. Als Jugendliche diskutierten und stritten wir darüber, ob ein Laie auch die Sakramente verwalten darf, wie der Zusammenhang von Gesetz und Evangelium aussieht, ob Jesus für alle Menschen oder nur für die Auserwählten gestorben ist … Jetzt diskutiert die Jugend, ob das Gitarrensolo gut war, ob der Schlagzeuger den Rhythmus hielt.

Wir brauchen dringend eine Erweckung in Deutschland.

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